#2 Im Dschungel der Gedanken

Teil 1 – Anerkennen was uns Ruhe raubt

Wenn unser Geist sich im Kreis dreht – wieder und wieder die selbe Sorge, den selben Konflikt, die gleiche Enttäuschung, Verletzung oder Angst bespricht – wie gerne würden wir ihn manchmal ausschalten! Wir sehnen uns nach Stille, nach einem Ende von Nervosität, Anspannung oder Rastlosigkeit.

Die Versuchung in der Arbeit mit Gedanken ist daher groß, sofort in ein Tun übergehen zu wollen. Der Widerstand gegen den Geist wächst mit jedem weiteren fruchtlosen Zirkel an Gedanken weiter und weiter. Manche mögen unter diesem konstanten Druck zu Schlaftabletten, einem Glas Wein, Ablenkung durch Medien etc. greifen. Und während das mitunter für den Moment Abhilfe schaffen kann, besteht dennoch die Gefahr, dass wir lediglich Symptome übertünchen und nichts erfahren über die Umstände und Ursachen, die unseren Geist kreiseln lassen. Abgesehen von den negativen Auswirkungen, die manche dieser Maßnahmen haben werden.

Um aber zu verstehen, was vor sich geht ist es notwendig sich erst einmal dem zu widmen was ist, bevor wir Bemühungen unternehmen etwas zu ändern. Das mag unangenehm sein und das Gefühl von Hilfosigkeit und Frustration erst einmal verstärken. Hier hilft vielleicht das Bild der eigene Arzt zu sein: Bevor ich eine Krankheit behandeln kann, muss ich wissen um welche Krankheit es sich handelt. Die Symptome können sich an der Oberfläche ähneln, bei näherem Hinsehen aber in ganz unterschiedlliche Richtungen weißen.

Ein weiterer Grund sich erst einmal der Beobachtung der Gedanken zu widmen liegt darin, zu erkennen wie anstrengend und unangenehm das Kreiseln an sich ist. Das hilft dabei die Bereitschaft zu erhöhen mit den Prozessen zu arbeiten und die Motivation festigen.

Welches sind also die Fragen, die uns verstehen helfen?

  • Hegen wir die Annahme, dass das angestrengte Denken helfen könnte die Angst, Sorge, den Konflikt, das Problem zu lösen? Liegt dem eine Überzeugung zu Grunde, das etwas im Gedächtnis behalten werden muss? Das es vielleicht sogar gefährlich wäre, nicht so viel darüber nachzudenken?
  • Versuche wieder und wieder den Körper wahrzunehmen, wenn die Gedanken von Neuem überhand nehmen: Welche Auswirkungen haben die Gedanken auf Anspannung/Entspannung des Körpers? Wo ist dies besonders deutlich wahrzunehmen?
  • Versuche auf die selbe Weise deinen Geist wahrzunehmen: Wie fühlt sich das Denken, der Gedankenprozess an sich an, welche Muster kannst du wahrnehmen?
  • Beobachte diese Vorgänge über verschiedene Tage hinweg. Beobachte Abwesenheit und Anwesenheit intensiven Denkens. Es hilft die Erfahrungen aufzuschreiben.

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