Das Schreckgespenst

Ich bin jemandem begegnet, der mir erzählte, dass er es sich zur Aufgabe gemacht habe rational zu sein und deshalb seine Emotionen so gut es eben geht zu unterdrücken. Ich habe auch jemanden getroffen, der mir erklärte, das Gefühle störend seien im Umgang miteinander.

Spricht daraus nicht der ernste Wunsch nach Kontrolle und Steuerung unseres Innenlebens. Der Wunsch zu vermeiden, dass sie und wieder und immer wieder aus der Bahn werfen, unerträglich werden.

Warum also sollten wir uns mit ihnen beschäftigen, sie zulassen, sie überhaupt spüren wollen: all den Ärger, die Enttäuschung, die Sehnsucht, den Schmerz, die Trauer? Wäre das Leben ohne nicht so viel einfacher?

Eine mehr als berechtigte Frage. Ich möchte mit einer Gegenfrage antworten. Hat es bisher funktioniert mit dem Wegschieben, Ignorieren, Abspalten, Verdrängen?

Lassen sich die unangenehmen Gefühle tatsächlich schlafen legen?

Was geschieht dann mit all den positiven Empfindungen: der Freude, Zufriedenheit, dem Vertrauen und der Liebe? Kann ich das eine fühlen ohne das andere?

Und wenn nicht: ist die Sehnsucht nach tiefer Freude und Leichtigkeit groß genug um die Büchse der Pandora zu öffnen?

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