Heilen dürfen

Wir alle tragen sie in uns: jene kleinen und großen Wunden. Entstanden durch Enttäuschung, Verletzungen und Ohnmacht. Mal gut verheilt, manchmal noch immer offen und schmerzhaft.

Diese Wunden der Vergangenheit bestimmen das Erleben in der Gegenwart. Bestimmen was wir meiden und wovor wir uns hüten. Bestimmen was wir suchen und herbeisehnen. So mancher Mangel in der Vergangenheit ist zu einem heimlichen, aber gewaltigen Hunger angewachsen, der uns immer wieder in Schwierigkeiten bringt. So manches lieblos gesprochene Wort haben wir verinnerlicht und zu einem Glaubenssatz erhoben.

Uns dieser Antriebskräfte bewusst zu werden, uns dem Hunger aufmerksam zuzuwenden, ohne in füttern zu müssen gibt uns ein Stück Freiheit und Friede zurück. Das kann nicht geschehen wenn wir statt der Heilung die Ablenkung suchen. Denn irgendwann lässt die Betäubung, welcher Form sie auch sein mag, wieder nach und wir sind mit denselben Schmerzen wieder konfrontiert.

Die Reise in das innere Erleben kann mitunter schmerzhaft und aufwühlend sein. Sie führt jedoch in ein Leben mit mehr Mitgefühl und Selbstbestimmtheit. Am Ende steht die Heilung.

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