Von der Rolle

Sind wir uns der vielen verschiedenen Rollen bewusst, die wir Tag ein und Tag aus annehmen?

Als Freund*in, Mutter/Vater, als Geschwister, als Partner, als Söhne und Töchter, als Kolleg*in, Chef*innen , als Lehrer*in…

Täglich nehmen wir zahlreiche dieser Rollen ein und treten aus ihnen wieder heraus, wie aus Kostümen, deren Charaktere kurzzeitig von der Bühne eines Theaterstücks abgetreten sind. Jede Rolle bringt einen Teilaspekt, bestimmte Seiten, Stärken und Schwächen in uns zum Vorschein.

Rollen sind immer teil einer Beziehung und Teil der Kommunikation in der Beziehung. Unseren Kindern treten wir in der Rolle der Eltern gegenüber, unserem Partner als Partner. Würden wir die Rollen vertauschen, so würde das vermutlich zu Verwirrung, vielleicht sogar zu Konflikten führen.

In einer Rolle nehmen wir Bedürfnisse und Wünsche anderer war. Sehen uns und andere in bestimmten Pflichten und Aufgaben.

Was aber passiert in den Momenten, in denen wir allein sind?

Wer sind wir, wenn wir alle Rollen abgelegt haben?

Momente der Ruhe und Stille zu erleben in denen die täglichen Rollen sich auflösen und wir uns selbst wieder als Ganzes wahrnehmen können, sind von unschätzbarem Wert.

Manchmal mag es nicht einfach sein uns von einer Rolle, die uns Identifikation, Selbstbewusstsein und Stärke gibt, zu lösen. In diesem Loslassen liegt aber auch die Chance zu Ruhe und Freiheit.

Wer sind wir, wenn wir gerade keine Aufgabe haben?

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